Nowohradsky ließ in Zukunft blicken: Bildungsperspektiven 2020

Landesschulratspräsident Hermann Helm, Dir. Josef Buchleitner von der Raiffeisen Regionalbank, Präs. Herbert Nowohradsky, Initiator der „Perspektiven 2020“ und Bildungsmanager Manfred Wimmer vor der Diskussionsrunde in Gänserndorf.

Die Schule darf am Arbeitsmarkt nicht vorbeibilden. Ein Arbeitskreis mit interessanten Ergebnissen in der Raiffeisen Ragioonalbank Gänserndorf.

„Die Menschen erwarten von uns Antworten auf die brennenden Fragen der Zukunft. Daher hat die ÖVP im Bezirk eine Perspektivengruppe 2020 gegründet, die sich gemeinsam mit Fachleuten, die unseren Bezirk gut kennen, mit diesen Fragen auseinandersetzt.“ Kurz und klar sei der Auftrag an diese Gruppe, so der Initiator, Präs. LAbg. Herbert Nowohradsky.
Das Interesse an der Diskussion war groß. Die Raiffeisen Regionalbank Gänserndorf mit Dir. Josef Buchleitner hatte ihre Räumlichkeiten in der Bahnstraße am Do. 29. Jänner zur Verfügung gestellt. Gastreferenten waren der Landesschulratspräsident Hermann Helm und Bildungsmanager Manfred Wimmer. In der Diskussionsrunde fanden sich der AHS-Lehrervertreter Matthias Hofer ebenso wie AK-Rat Fritz Löffler, Lehrervertreter Günther Perlega, BI Dir. Karl Stach, StR Rene Lobner  u.v.m.
Nach einer Analyse des Bezirkes - „immerhin hat das Land gerade hier mit dem ORG Deutsch Wagram, der Gymnasium-Außenstelle Gr. Enzersdorf und der HTL Zistersdorf besonders viel in Bildungseinrichtungen investiert, so Helm – folgte die von Nowohradsky erhoffte Zukunftsdiskussion, bei der sich niemand ein Blatt vor den Mund nehmen sollte. So kam es auch zu vielen neuen Ideen, sogar zu der Feststellung, dass der Begriff „Gesamtschule“ sehr vielschichtig sei, erstmals aber vor mehr als 50 Jahren von der ÖVP in den Mund genommen worden war.
„Wir haben weit über drei Stunden diskutiert. Am interessantesten waren für mich die Idee der verstärkten Vernetzung mit den Wünschen der Wirtschaft“, so Nowohradsky. Die Schule dürfe nicht am Arbeitsmarkt vorbei bilden. Sie könne aber auch nicht die gesellschaftlichen Veränderungen in Familie und Beruf, die immer weniger Zeit für die Kinder lassen, alleine auffangen.
„Wir haben mit 2020 bewusst ein fernes Zukunftsziel gewählt und haben den Blick dorthin gewagt: Die Gruppe kam zu dem Schluss, dass letztendlich an einer ganztägigen Betreuung der Kinder kein Weg vorbeiführt“, stellte der ÖVP-Abgeordnete fest. Weitere Ergebnisse: Es müsse sich auch am Rhythmus des Unterrichts einiges ändern. Die Aufmerksamkeitsdauer reicht nicht für 50 Minuten, es muss mehr Pausen, mehr Abwechslung und Entspannungsphasen für Lehrer und Schüler geben.